KI-gestützte Drohnenabwehr für den Nächstbereich
Das Drohnen-Abwehr System perdix schließt die bestehende Fähigkeitslücke zur frühen Detektion und Bekämpfung tieffliegender Bedrohungen. Schützen Sie militärische und zivile Ziele sowie kritische Infrastruktur – schnell, präzise und kosteneffizient.
Akute Drohnenbedrohung erfordert neue Antworten
Angreifende und überfliegende Drohnen bedrohen Kräfte sowie zivile und militärische Infrastruktur. Gerade im Nächstbereich (unter 5 km Distanz) stoßen herkömmliche Abwehrsysteme an logistische oder wirtschaftliche Grenzen. perdix ist der Technologiedemonstrator eines Abwehrsystems, das genau hier ansetzt. Wir fügen der untersten Ebene einer mehrschichtigen Luftverteidigung (Layered Defense) eine skalierbare und vor allem kostengünstige Abwehrmaßnahme hinzu.


KI Beispiel Darstellung der Abwehr eines Drohnen Angriffs auf den Flughafen Leibzig auf Ukrainische Antonov Maschinen.
Auch zum Schutz ziviler kritischer Infrastruktur
Unbefugte Drohnenanüge gehören längst zu den realen Risiken für Flughäfen und andere sensible Standorte. Darüber hinaus bietet irisnet die reine Drohnenerkennung auch zivilen Kunden zum Schutz kritischer Infrastruktur an – etwa im Luftverkehr, in der Industrie oder bei öffentlichen Veranstaltungen.
- Flughäfen: Frühzeitige Detektion unbefugter Drohnenanflüge im Umfeld von Start- und Landebahnen
- Industrie und Energie: Schutz sensibler Anlagen vor Ausspähung und Störungen aus der Luft
- Großveranstaltungen: Luftraumüberwachung bei Konzerten, Messen und Sportevents
- Öffentliche Infrastruktur: Frühwarnung für Behörden und Sicherheitskräfte im zivilen Bereich
SEHEN. ERKENNEN. ABFANGEN. SCHÜTZEN.
Leistungsstarke Sensorik
Eine optische Sensoreinheit mit 3840 x 2160 px Auflösung, 30 fps und 10x optischem Zoom überwacht den Luftraum.
Automatisierte Ausrichtung
Die smarte Steuerung richtet den Effektor innerhalb kürzester Zeit automatisiert auf das erkannte Ziel aus.
KI erkennt und verfolgt
Modernstes Visual Computing detektiert, klassifiziert und verfolgt Drohnen automatisch (Detection and Tracking).
Kinetische Wirkung
Neutralisierung tieffliegender Bedrohungen durch Direkttreffer. Keine Funkübernahme und kein Jamming erforderlich.
Kostengünstige Abwehr durch intelligente Arbeitsteilung

perdix:airis – Das KI-Auge am Boden
Die Grundlage des Systems bildet ein komplett eigenes, in Deutschland entwickeltes KI-Framework zur Drohnenerkennung. Die perdix:airis Bodenstation erkennt herannahende Drohnen frühzeitig und übergibt die exakten Zielkoordinaten. Die Entscheidung über den Waffeneinsatz (Human in the loop) verbleibt dabei stets beim Menschen. Das System ist um zusätzliche Sensorik flexibel erweiterbar.
PX75 – Der präzise Low-Cost Effektor
Der Lenkflugkörper PX75 (75 mm Durchmesser) wird durch einen pyrotechnischen Motor angetrieben. Er bringt Drohnen durch einen kinetischen Direkttreffer (Hit-to-Kill) zum Absturz. Durch den Verzicht auf einen traditionellen Gefechtskopf und Zünder werden negative Konsequenzen (Kollateralschäden) am Boden drastisch minimiert. Das System ist auf minimale Bekämpfungsdistanzen (ab 50 m) und eine Schrägschussreichweite von ca. 250 m ausgelegt.

Strategische Partnerschaft für den Nächstbereich
perdix wird in einer Kooperation der irisnet GmbH, Düsseldorf, und der technisch-mathematischen studiengesellschaft mbH (tms), Bonn, entwickelt. Wir kombinieren jahrelange Erfahrung im Bereich Computer Vision mit jahrzehntelanger Kompetenz in der Raketentechnologie und Ballistik für die Bundeswehr.
Dank unseres leistungsfähigen Echtzeit-KI-Frameworks, das wir in den vergangenen Jahren kontinuierlich weiterentwickelt haben, konnten wir innerhalb kürzester Zeit eine hochpräzise Drohnenerkennung realisieren. Gemeinsam mit tms bringen wir diese Kompetenz nun in die Drohnenabwehr ein: Wir entwickeln die KI für die PERDIX-Bodenstation, die Drohnen im Nahbereich zuverlässig erkennt und damit einen entscheidenden Beitrag zu deren effektiver Abwehr leistet.
Unsere Lenkrakete ist die wirtschaftliche Antwort auf kostengünstige Angriffsdrohnen. Mit der PX75 tragen wir zu einer mehrschichtigen Verteidigung gegen Bedrohungen aus der Luft auf der untersten Ebene bei, indem wir tief fliegende Drohnen präzise abfangen – und das mit vergleichsweise geringen negativen Auswirkungen am Boden.

Häufig gestellte Fragen
Ist perdix bereits marktreif und einsatzbereit?
perdix ist ein Technologiedemonstrator auf TRL 4 („Technologie im Labor validiert“). Die grundlegenden Komponenten sind vorhanden, zu einem System integriert und ihre Funktionalität wurde experimentell nachgewiesen – bislang unter kontrollierten Laborbedingungen.
Kann perdix mehrere Drohnen gleichzeitig bekämpfen (Schwarm)?
Grundsätzlich ja: Die Visual-Computing-Einheit von perdix:airis ist in der Lage, mehrere Zielobjekte gleichzeitig zu detektieren und zu verfolgen.
Warum ein Lenkflugkörper und keine Abfangdrohne?
Ein Lenkflugkörper vereinfacht die Energieversorgung und Logistik erheblich, ist besser lagerfähig, benötigt im Vergleich nur minimal elektrische Energie und ist sehr schnell startbereit. Auch die Entsorgung ist dadurch unkritisch.
Kann perdix in bestehende Systemverbünde integriert werden?
perdix ist als offenes System mit Standardschnittstellen konzipiert und grundsätzlich vernetzbar. Aktuell arbeitet der Demonstrator stand-alone.
PX75 im Testflug
mit einer beispielhaften Darstellung eines Drohnen Abschuss.